Das astronomische Weltbild
Nach Anaximandros steht die Erde im Mittelpunkt des Universums. Sie hat die Gestalt eines Zylinders,
dessen Breite 3 mal so gross ist wie dessen Höhe.
Nach Anaximandros war am Ursprung der Zeit die gesamte Erde mit Wasser bedeckt. Durch eine allmähliche
Sonneneinwirkung dünstete das Wasser aus und sichtbar wurden die Landoberflächen.
Die Erde umkreisen die Planeten, welche wiederum auf der Oberfläche von Kugelförmigen Planetenschalen
kreisen. Dadurch erklärt Anaximandros, dass die von der Erde aus sichtbaren Planetenbahnen ungleichförmig
verlaufen.
Der Mond besteht nach Anaximandros aus einem Rad mit 19-fachem Erddurchmesser, welches von innen aus
Feuer besteht und das durch ein Feuerluftloch strömt. Mondphasen erscheinen durch ein Drehen dieses
Rades um die eigene Achse. Mondfinsternisse entstehen dadurch, dass die Mündung des Feuerluftloches
verstopft wird.
Ganz zuoberst im All befindet sich die Sonne. Sie weist nach Anaximandros einen Durchmesser auf,
welcher 27-mal so gross ist wie die Erde. Die Sonne besteht aus einem Kreis, ähnlich wie einem Wagenrade
ähnlich, aus dessen hohlem Felgenkranz das Feuer zum Vorschein kommt.
Anaximandros geht davon aus, dass nacheinander und nebeneinander unzählig viele Welten im Kosmos
existieren. |