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347 |
Nach Platons Tod ging Aristoteles nach Assos in den Nordwesten Kleinasiens zu
Hermias. Ein ehemaliger Mitschüler, Hermeias, war dort inzwischen Diktator geworden und hatte ihn gerufen.
Dessen Adoptivtochter heiratete er und hatte mit ihr eine Tochter.
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345 |
Schon zwei Jahre später aber wurde der Herrscher gestürzt. Darauf begab sich Aristoteles nach
Mytilene auf Lesbos.
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342 |
Dieses Jahr brachte das spektakulärste Ereignis im Leben des Philosophen: König Philipp von
Makedonien, der Einiger Griechenlands mit militärischen Mitteln, rief ihn an seinen Hof als Erzieher für
den Prinzen Alexander – den späteren Alexander den Grossen.
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336 |
Philipp wurde ermordet. Alexander der Grosse trat die Herrschaft an. Aristoteles scheint
vieles an den politischen Zielen und an dem ganzen Gehabe seines Schülers gestört zu haben. Er war sicherlich
kein Freund von dessen GStreben nach Macht. So zog er nicht mit, als Alexander 334 zu grossen Siegen aufbrach.
Er ging nach Athen zurück. Dort gründete er eine eigene Schule: das Lykeion. Sie war Unterrichts- und
Forschungsstätte. Aristoteles besass bald eine eigene Bibliothek. Er sammelte alle damals bekannten
Staatsverfassungen, es sollen einhundertsechzig gewesen sein. Und er legte eine Sammlung von Pflanzen und
Tieren der damals bekannten Welt an.
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324 |
Nach dem plötzlichen Tod Alexanders äusserte sich die antimakedonische Stimmung noch offener;
Aristoteles wurde der Gotteslästerung angeklagt. Er musste befürchten, wie Sokrates zum Tode
verurteilt zu werden. Das meinte er, als er sagte, er wolle den Athenern nicht zum zweitenmal Gelegenheit
geben, sich gegen die Philosophie zu versündigen. Aristoteles floh nach Chalkis auf Euboia, wo das
Landgut seiner Mutter lag.
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322 |
Aristoteles starb dort im Alter von 62 Jahren an einem Magenleiden. |