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Zentrales Thema bei Anaximenes bildet die Suche nach dem Urgrund. Wie Thales sieht Anaximenes den
Urgrund in einer sichtbaren Substanz. Ihm schien aber das Wasser, das ja nur einen Teil der Erde bedeckt, dazu
aber nicht geeignet.
Die Auswirkung des Urgrundes bei Anaximandros war durch die Ausscheidung der Gegensätze nur
halbwegs klar geworden. Dieses Prinzip konnte aber nur dann aufrechterhalten werden, wenn alle qualitativen
Unterschiede der sichtbaren Dinge auf ein Mehr oder Weniger an Substanz bei gleichem Volumen zurückgeführt
wurden.
Anaximenes hatte nun bemerkt, dass mit der Erwärmung eine Ausdehnung, mit der Abkühlung eine
Zusammenziehung der Körper verbunden ist. Und so zieht er den kühnen Schluss: Aus dem Urgründe gehen alle
Dinge durch Verdichtung oder Verdünnung hervor. Aus diesem Grunde ist für Anaximenes die Luft der
Urstoff.
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